Das Weichspüler ein chemisches Abfallprodukt ist, hat sich, wenn man die Verkaufszahlen anschaut, wohl noch nicht überall rumgesprochen? Oder nehmen die Menschen Gesundheitsschäden bei sich und ihren Kindern für etwas künstlichen Duft, billigend in Kauf?

Weichspüler suggerieren meist ein Bild von Frische und Wohlgefühl. Doch was steckt hinter der Kulisse? In Wahrheit enthalten viele Weichspüler eine lange Liste bekannter Giftstoffe, die über die Haut und die Atemwege in den Körper gelangen können und dort – insbesondere bei Kindern – viele Gesundheitsprobleme verursachen können.
 
Dabei ginge es auch gesünder und frischer. Wenn mann sich die kleine Mühe macht und duftende Weichspülsäckchen selber herstellt, täte man nicht nur der Umwelt einen Gefallen, vor allem dem eigenen Wohlbefinden wäre es sehr dienlich. Und dabei ist es nicht mal schwer. Dazu braucht man nur ein engewebtes Leinentuch, aus dem man kleine Beutelchen näht, die man zubinden kann. Dann sammelt man im Frühling, Sommer und Herbst Blüten , die man auspresst. Diese Essenzen bewahrt man kühl und an einem dunklen Ort auf, um sie bei Bedarf auf etwas Watte zu geben, Zitrone dazu, ab in den Beutel und in die Waschmaschine. Die Zitrone zieht Waschmittelreste und andere Umweltsubstanzen aus der Wäsche und gibt ihr den Geruch von frischem Wind zusammen mit den Blüten.

Dann wält man nach dem normalen Waschprogramm, ein Spülprogramm mit schleudern. So duftet es gesund und natürlich!

Putzen ohne Gift – grüne Reinigungsmittel zum Selbermachen

Der Frühling kommt – langsam aber sicher – und damit auch der Frühjahrsputz. Nachdem es so lange finster und verschneit war sollen die Fenster jetzt jeden Sonnenstrahl ungehindert ins Haus lassen.


Für alles im Haus gibt es spezialisierte Reiniger: Glasreiniger, Mikrowellenreiniger, WC Reiniger, Bodenreiniger, Badreiniger, Fliesenreiniger, Backofenreiniger, Kalkreiniger . . . und natürlich sind sie alle kraftvoll, anti-bakteriell, super-power, desinfizierend und extra stark mit frischem Zitrus-Duft. Geballte Chemie-Power und aggresive Inhaltsstoffe, denn es soll ja nicht nur sauber sonder hygienisch rein sein, oder?

Die Wahrheit ist: Desinfektionsmittel und antibakterielle Reiniger haben in einem normalen Haushalt nichts verloren: Sie sind nicht nur überflüssig und teuer, sondern können auch Umwelt und Gesundheit schädigen. So greifen z.B. Antibakterielle Reiniger auch nützliche Bakterien der Hautoberfläche und machen so die Haut anfällig für das Eindringen von Krankheitserregern und Entzündungen.

Und die meisten Reiniger sind giftig, toxisch, und gefährlich. Für die Umwelt – das Zeug belastet das nicht nur Abwasser und die Klärwerke, sondern auch schon bei der Herstellung die Umwelt, denn die meisten Reiniger basieren auf Erdöl. Und den Menschen – vor allem für kleine Kinder, wenn diese mit den Flaschen herumspielen und den Inhalt trinken gibt es schlimme Verätzungen und lebensgefährliche Vergiftungen.  Aber auch für Erwachsene können die Reiniger gesundheitliche Risiken darstellen, z.B. hat ein Bekannter von mir einmal vergessen den Backofenreiniger nach der Einwirkzeit aus dem Backofen ordentlich feucht abzuwischen. Eine Woche später, nachdem er sich eine Pizza in dem Backofen zubereitet hatte, musste er zum Arzt weil er schwere Schwindelanfälle und Übelkeit hatte.

Wer Sauberkeit im Haus mit weniger Schadstoffen und grünem Gewissen will kann Reiniger auf pflanzlicher Basis benutzen. Die enthalten dann anstatt Erdöl nachwachsende Rohstoffe. Da gibts z.B. Ecover (ist mein persönlicher Favorit) die Terra Linie von Henkel und das Öko-Urgestein Frosch.
Wer lieber selber Pülverchen und Wässerchen zusammenrührt, für den gibts jetzt die DIY Rezepte für Reinigungsmittel.

1. Waschmittel, Flüssig
- 1 leere Flasche für ca. 1,5 L
- 15 gr echte Kernseife (ohne EDTA), klein gerieben
- 2 EL Kristall Soda, Waschsoda
- Wasser
- Ätherisches Öl (bei Bedarf)
Die geriebene Seife in einer Schüssel mit 340 ml  kochendem Wasser übergiessen, das Waschsoda dazugeben, alles gut mit einem Schneebesen verrühren und dann ruhen lassen. Dann nochmal 340 ml kochenden Wasser unterrühren, gegebenenfalls auch 5-10 Tropfen eines ätherischen Öls. Nach einem Tag nocheinmal 340 ml kochendes Wasser unterrühren und dann alles in eine verschließbare Flasche füllen.  Vor dem Waschen die Flasche gut durchschütteln. Pro Waschgang 2 dl verwenden.
Mehr Rezepte für Waschmittel auf Tipnut.

2. Lavendel Weichspüler
- 1 Tasse getrockenete Lavendel Blüten
- 1 Liter weißer Essig
2-4 Tropfen Lavendelöl
Zutaten in  einer Flasche mischen und für eine Woche ziehen lassen. 60 ml ins Weichspülfach der Waschmaschine geben. Der Essig kann auch mit anderen ätherischen Ölen (je nach Belieben versetzt werden).

3. Fensterreiniger
Wasser und Tafelessig im Verhältnis 1-zu-1 mischen, Fenster einsprühen und mit trockenem Tuch (oder Zeitungspapier) trocken reiben. Noch einfacher: klares Wasser und Microfasertuch/Fensterleder.
Wem’s zu einfach war: noch mehr Rezepte auf Tipnut.

4. Scheuermilch (Waschbecken, Badewanne. . .)
250 g Natron (Kaisernatron/Speisesoda)
60 g Salz
10 Tropfen Zitrusöl
5 Tropfen Teebaumöl
Die Zutaten mischen und in einer luftdichten Dose aufbewahren.

5. Universalreiniger
1 Teelöffel weißer Essig
1 Teelöffel Zitronensaft
1 Teelöffel Kernseife
1 Teelöffel Borax (oder Waschsoda)
In eine große Sprühflsche füllen und mit Wasser aufüllen. Vor der verwendung schütteln.
Also: viel Spass beim grünen Frühjahrsputz!

flickr:icyjumbo Hector Mark mops up
Kommt noch mehr dazu 

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