„Falls Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen." (George Orwell)

In den deutschen Städten ist der alljährliche Kaufrausch pünktlich zur Weihnachtszeit wieder im vollen Gange. Ganz oben auf dem Wunschzettel stehen wieder Smartphones, Tablets und Spielkonsolen. Dabei ist nur den Wenigsten bewusst, dass sie nur noch Statisten in einer Welt sind, die George Orwell in seinem Roman „1984“ beschrieben hat – in einer Welt der totalen Überwachung.

Die Autoren waren bislang zuständig für diese Schreckensvisionen der IT-Welt, wie beispielsweise Philip K. Dick in seiner Kurzgeschichte „Minority Report“. Doch die nie abschaltbaren und allgegenwärtigen Bildschirme, die den Menschen die vermeintliche Wahrheit zeigen und das Verhalten der Zuschauer überwachen, wie sie George Orwell beschreibt, sind mittlerweile Realität geworden. (Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen: Zum Shop)

Wie diese Überwachung im Einzelnen aussieht, kann sehr schön an Apples Patentantrag: 20100207721 erkannt werden, gegen den Google Streetview ein echter Chorknabe ist.

Nach den Vorstellungen Apples sollen Foto und Stimme des aktuellen Smartphone Nutzers aufgenommen sowie der Herzschlag des Nutzers protokolliert werden. Diese Aufzeichnungen können verdeckt erfolgen. Wörtlich steht im Patentantrag: „In einigen Gestaltungen kann die Aufnahme angefertigt werden, während der Nutzer telefoniert. In anderen Fällen kann das Gerät alle Stimmen oder Geräusche aufnehmen, die erfasst werden, unabhängig davon, ob ein Anruf erfolgt oder nicht.“

Die Kamera des Geräts kann beispielsweise Aufnahmen der Umgebung machen und analysieren, wo sich der Nutzer gerade aufhält. Außerdem ist das iPhone in der der Lage Töne, Bilder, Position, Geschwindigkeit und Lage aufzuzeichnen. Wirklich beunruhigend an Apples Patentantrag ist, dass die Überwachungssoftware nicht auf Kommando eines Menschen aktiv wird, sondern dass sie immer mitläuft. Hollywood hat bei der Suggestion der Massen, wie beispielsweise durch Filme wie Staatsfeind Nr. 1 gute Arbeit geleistet, um die Menschen bezüglich der Möglichkeiten der totalen Überwachung abzustumpfen.

Früher wurden bei verdächtigen Personen umständlich Wanzen angebracht, um Gespräche belauschen zu können, mittlerweile kauft man sich die Wanze selbst und ist sogar noch stolz darauf, zum elitären Apple-Club zu gehören.

Im Bereich der Spielekonsolen sieht es ähnlich aus. Microsoft hat bereits Ende 2012 für die Xbox One einen Antrag auf Patentierung der „Wohnzimmer-Überwachung“ gestellt. So soll jede Xbox One mit einer Kinect-Kamera ausgeliefert werden, deren Mikrofon im Stand-by ständig eingeschaltet sein soll, um auf Kommandos des Nutzers reagieren zu können, Gesichtserkennung und Aufnahmen des heimischen Wohnzimmers inklusive.

Mittlerweile gehören Videoüberwachung, biometrische Gesichtserkennung, Auswertung von persönlichen Informationen aus sozialen Netzwerken im Internet zum Alltag. Die Friedensnobelpreisträgerin Europäische Union förderte im großen Maße derartige Projekte, zur angeblichen Sicherheit der Bürger. Eines von ihnen heißt „Indect“ (Intelligentes Informationssystem zur Unterstützung von Überwachung, Suche und Erfassung für die Sicherheit von Bürgern in städtischer Umgebung).

„Sobald Sie ein für den Computer unnormales Verhalten zeigen, zum Beispiel auf der Straße zu schnell laufen, werden Sie von den Kameras aufgespürt, identifiziert und gegebenenfalls mit kleinen Drohnen durch die Stadt verfolgt“, sagt der EU-Abgeordnete und Indect-Gegner Jan Philipp Albrecht.

Indect ist aber nicht das einzige Überwachungsprojekt, was die EU fördert. Es sind über 100 Projekte mit einem Forschungsrahmenvolumen von 1,7 Milliarden Euro. Natürlich alles zum Wohle und zur Sicherheit der Bevölkerung.

Die Frage sei erlaubt, wer schützt uns eigentlich vor den Politikern und der EU-Kommission?

Unser Konsumverhalten!

Beste Grüße
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Totale Überwachung – INDECT
EU fördert Big Brother-Projekt
Totale Überwachungen der Bürger sind längst keine Zukunfts-Phantasien mehr, sondern ganz konkrete Forschungsprojekte der EU. Datenschützer sind alarmiert – und machtlos…


Schauplatz: der Landtag in Düsseldorf. Überwachungskameras erfassen einen Mann. Er steht schon seit längerem dort, wirkt unruhig – läuft plötzlich weg. Das System erkennt ungewöhnliches Verhalten. Die Kamera verfolgt den Mann, ein Computerprogramm vergleicht ihn mit allen verfügbaren Fotos in Datenbanken und im Netz. Er wird identifiziert, sein Handy angezapft. Er schreibt eine SMS: “… das gibt Bombenstimmung”. Das System schlägt Alarm. Drohnen – kleine unbemannte Flugobjekte – steigen auf, um die Verfolgung aufzunehmen…
Original auf:
http://www.wdr.de/tv/westpol/sendungsbeitraege/2012/0212/big-brother-projekt.jsp

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