Äpfel ohne Inhalt - Hauptsache schön müssen sie sein


Dieser Bericht verschweigt weitestgehend den Einfluss der Europäischen Union auf die sinkende Vielfalt beim Obst und Gemüseanbau. Ich hatte gehofft dass der Regulierungswahn durch die EU hier deutlicher angesprochen wird. Aber gut, dann schreibe ich hier darüber.

Ein Händler in, diesem Beitrag, meint, dass er nur das anbiete, was die Kunden auch haben wollen. Das ist soweit korrekt. Kunden wollen nur die schönen Äpfel kaufen. Aber es kommt zukünftig ja noch viel schlimmer.

Wer künftig in der EU Obst und Gemüse verkaufen möchte muss die Sorte bei der EU registrieren, in EU-Handelsklassen. Die Registrierung einer Sorte allein soll angeblich 2.000 bis 3.000 € kosten. Nicht registrierte Sorten dürfen nicht mehr verkauft, sondern nur noch verschenkt werden.

Es funktioniert dann also nicht mehr, dass Kleinbauern seltene Obstsorten anbauen können. Nur Privatpersonen, Vereine, Kleingärten und Sparten, die ihr Obst- und Gemüse selbst verzehren, oder unter sich tauschen, haben sicher ein Interesse daran, dass es die alten Sorten weiterhin gibt.

Was ist aber der Grund? Wer profitiert davon? Man kann es sich schon selbst denken. Die großen Erzeuger. Plantagenbetriebe in Übersee. Weltumspannende Obst und Gemüsekonzerne, bis hin zu Konzernen, die Patent geschützte Sorten anbieten und auf Gentechnik setzen, die profitieren von der Regulierung in der EU.

EU-Verordnung: Bei Obst und Gemüse wird es weniger Auswahl geben
http://deutsche-wirtschafts-nachricht...

Klientelgesetz zugunsten von Konzernen geplant: EU will Anbau von Obst und Gemüse in Gärten regulieren
http://www.deutschland.net/content/kl...

Mein Fazit: Kauft mehr Traditionsäpfel aus Eurer Region! Denn die kommen i.d.R. ohne Chemie aus und könne wegen ihrer wertvollen Inhaltsstoffe gut gelagert werden.

Etwa 3.000 Apfelsorten soll es in Deutschland gegeben. Alle mit eigenem regionalem Charakter. Heute werden in den Supermärkten nur noch um die 15 Sorten angeboten. Da die Sorten sich in der Natur nicht mehr durchsetzen müssen, es gibt ja Gift, erhalten Verbraucher auch nicht mehr die wertvollen Inhaltsstoffe, die man herkömmlich im Apfel vermutet.

Wer von Euch mehr darüber weiß, bitte her damit.
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Äpfel - Supermodels im Supermarkt

Supermodels im Supermarkt: perfekt, makellos, knackig. Wie geklont liegen die Äpfel in den Regalen - Ware für einen internationalen Markt, in dem zu viel Vielfalt stört. Früher hatte jede Region ihre Lieblinge. Allein in Deutschland wurden über 3.000 Apfelsorten kultiviert. Mittlerweile spielen nur noch zehn bis 15 von ihnen eine wirtschaftliche Rolle.

Weiterführende Informationen:
http://www.ndr.de/ratgeber/verbrauche...

Quelle: NDR


Gift im Essen: Eine Packung Krabben könne eine Ratte töten


Eine Packung Krabben könne eine Ratte töten. Das bedeutet, ein wenig mehr kann einen Menschen töten. Kleinkinder nehmen auf jeden Fall schon bei kleinen Mengen Schaden. Hmmmmmm, das ist doch lecker und gesund? Das ist sicher nicht allein bei Krabben so.

Meine Lösung ist der Konsumboykott.
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Vorsicht Krabbe!

Das große Geschäft mit dem kleinen Tier

ZDFzoom vom 03.07.2013 22:50

Schon lange werden Nordseekrabben nicht in Deutschland gepult, sondern häufig in Marokko. Und die Arbeiterinnen in den afrikanischen Firmen verdienen oft nicht einmal den Mindestlohn.

Konservierungsmittel:

Benzoesäure
https://de.wikipedia.org/wiki/Benzoesäure

Citronensäure
https://de.wikipedia.org/wiki/Zitronensäure

Weiterführende Informationen:
http://www.zdf.de/ZDFzoom/Vorsicht-Kr...

Quelle: ZDF


Gift im Kaffee - Warum ist Kaffee so billig?


Bittere Ernte - Preis des billigen Kaffees

NDR Die Reportage - 04.10.2013 21.15 Uhr

Kaffee: einst Luxusprodukt, heute in jedem Discounter günstig zu haben. Woran liegt das? Die NDR Reportage sucht Antworten.

Zum Beitrag:
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen...

Quelle: NDR


Gift im Tee - Belastung durch Pestizide über Grenzwerten


Bitterer Tee

NDR Die Reportage vom 13.09.2013 21.15 Uhr

Tee - das beliebteste Getränk der Welt. Früher Luxusprodukt, heute ist er in jedem Discounter günstig zu haben. Nahezu unberührt von neuen Getränke-Trends steigt sein Verbrauch in Deutschland stetig an. Tee sei gesund und mache fit, sagt man. Doch hält das Image der Wirklichkeit stand? NDR-Autor Michael Höft fragt nach.

Weiterführende Informationen:
http://www.ndr.de/fernsehen/epg/epg11...

Quelle NDR


Gift im Essen - Glyphosat - Das tägliche Gift - ZDFzoom


Wie groß ist die Gift-Gefahr wirklich? Gibt es einen Zusammenhang zwischen der immer häufigen Verwendung von Glyphosat und dem Anheben der gesetzlichen Grenzwerte in Lebensmitteln?

Das tägliche Gift

ZDFzoom vom 13.11.2013 22.45 Uhr

Zur Sendung:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitra...

Weiterführende Informationen:
http://www.zdf.de/ZDFzoom/Das-t%C3%A4...

Ein Film von Renate Werner

Quelle: ZDF


Lebensmittel - Ausdruck von Wahnsinn mit Methode


Wieder hat Monsanto seine Finger im Spiel und die CO²-Lüge.

Sehr geehrter Harald von Witzke, wenn Händler Nahrungsmittel großflächig aufkaufen, um dadurch vorsätzlich eine Verknappung auszulösen, um auf die darauf folgende Preissteigerung zu spekulieren, ist das auch eine Nachfrage, wegen steigender Bevölkerungszahlen?

3sat Makro vom 20.09.2013 21.00 Uhr

Lebensmittel: Über den Tellerrand
Erdbeeren aus China, Mangos aus Mexiko, Äpfel aus Neuseeland - die Herkunftsorte unserer Lebensmittel sind längst über den gesamten Globus verteilt. Ausdruck von Effizienz oder Wahnsinn mit Methode?

Zur Sendung:
http://www.3sat.de/mediathek/?mode=pl...

Quelle: 3sat


Die Milch-Lüge ~ Nur ein Bruchteil der Wahrheit wird hier gezeigt 


Es werden leider nur die gesundheitlichen Aspekte berührt!

Man kennt sie, die Werbeslogans über die "Milch, die munter macht". Kaum ein Produkt hat ein besseres Image. Die Deutschen sind Weltspitze im Verzehr von Milchprodukten. Doch mittlerweile mehren sich die kritischen Stimmen. Die Milch steht unter Verdacht, Krankheiten wie Neurodermitis, Asthma oder Diabetes auszulösen. Problematisch wird es, wenn der Milchkonsum spät oder gar nicht als potenzielle Ursache für ein Leiden hinterfragt wird.

Milch als Grundnahrungsmittel, insbesondere für Erwachsene, ist unter Wissenschaftlern nicht unumstritten. Die einen behaupten, ohne Milch fehle dem Menschen ein wichtiger Kalziumlieferant, andere warnen vor möglichen Nebenwirkungen und Folgeschäden. Dennoch konsumieren die Deutschen immer mehr Frischmilchprodukte. Jährlich sind es durchschnittlich 85 Kilo Quark, Joghurt, Käse oder Vollmilch pro Person. Die Milchindustrie ist auf Hochleistung getrimmt. Für "45 Min- Die Milch-Lüge" macht sich Mirko Tomic auf Recherchereise und fragt: Macht`s die Milch wirklich?

Quelle: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen...


Systematischer Irrsinn - Essen im Wandel


Die Regierung total planlos und nur der Bürger besticht durch Kompetenz!


unser essen macht uns krank: lebensmittel-skandale puls 4 spiegel tv





ARTE Doku Unser täglich Gift - Wie die Konzerne unsere Lebens


"Mit kaum etwas befasst sich die moderne Gesellschaft so obsessiv wie mit ihrem Essen. Ein Dokumentarfilm über Pestizide in Lebensmitteln will erklären, wie krank uns unsere Nahrung macht.

Als Arte vor drei Jahren die Dokumentation Monsanto - Mit Gift und Genen zeigte, stellten die Senderstrategen des Kulturkanals einen erstaunlichen Effekt fest. 1,8 Millionen Menschen sahen zunächst die Fernsehausstrahlung in Frankreich und Deutschland. In den folgenden sieben Tagen jedoch - so lange stehen Filme bei Arte in der Mediathek - wurde die Doku über den umstrittenen Hersteller von genverändertem Saatgut noch einmal 217586 Mal im Internet abgerufen. Ein erstaunlicher Wert für das sehr spezielle Thema.

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Die Autorin Marie-Monique Robin will in ihrem Dokumentarfilm Unser täglich Gift das Thema "vom Acker des Bauern bis zum Teller des Verbrauchers" untersuchen. Schon mit ihrem Film über den Genmais Monsanto erregte sie viel Aufsehen. (© dpa)
Aufmerksam registrierte man beim Sender auch im Mai 2010 das große Interesse an einem Film über das Bienensterben. Mehr als eine halbe Million Menschen schalteten in Deutschland ein. Nun zeigt der französisch-deutsche Kanal erneut eine Dokumentation über Umweltgifte. Autorin Marie-Monique Robin hat sich drei Jahre nach ihrem Film über Monsanto mit chemischen Zusatzstoffen in unserer Nahrung auseinandergesetzt - also mit Pestiziden, Weichmachern, Farbstoffen, Geschmacksverstärkern.

Mit kaum etwas befasst sich die moderne Gesellschaft so obsessiv wie mit ihrem Essen - und es ist eine Geschichte der Beunruhigung. Fast fünfzig Jahre ist es her, dass der Familienvater Nicolas seinem Ärger Luft machte, in einem Schwarzweißfilm des Wissenschaftsjournalisten Jean Lallier zum Thema Ernährung. Eine Szene aus Le Pain et le Vin de l'an 2000 sieht man am Anfang von Robins Film.

Nicolas ist das Oberhaupt einer französischen Musterfamilie, aber während seine Frau und seine zwei Kinder am gedeckten Tisch brav essen, schimpft er nur vor sich hin. Er hat gehört, dass die Industrie nun auch noch ein Mittel entdeckt hat, das sein Brot besonders weich machen soll. Die Äpfel mit Insektiziden bespritzt und dann auch noch die Farbstoffe im Wein - oh là là! Es reicht ihm langsam. Nicolas findet, dass Studien gestartet werden sollten, um zu untersuchen, ob diese vielen Zusatzstoffe nicht gefährlich sind. "Wir müssten Experten dazu befragen."

Das war 1964 ein aufklärerischer Film, aber seine Fragen sind immer noch aktuell. Welche Auswirkungen haben Farbstoffe oder Rückstände von Pestiziden auf die Gesundheit? Bio-Boom, die Existenz einer Organisation wie Foodwatch und unzählige Magazinveröffentlichungen zu Ernährung, Allergien und anderen Krankheiten sprechen für das große Misstrauen in der Gesellschaft beim Thema Lebensmittelsicherheit.

Marie-Monique Robin gilt als engagierte Rechercheurin, die Provokationen nicht scheut; angreifbar hat sie sich 1995 mit einem Film über Organhandel gemacht, bei dem Details nicht stimmten. Für ihre Dokumentation Unser täglich Gift hat sie zwei Jahre lang in Europa, Nordamerika und Asien recherchiert. Ihr Film ist trotz des komplexen Themas sehr anschaulich: Fachbegriffe, Definitionen, Formeln und Zahlen weiß die Autorin zu erklären, und sie mischt die Daten mit Zeichnungen und historischem Filmmaterial. Sie demonstriert sozusagen Verständlichkeit als Mittel der Glaubwürdigkeit - umso dubioser wirkt da das Schweigen mancher Hersteller."
Quelle Süddeutsche


In diesen Lebensmitteln sind Tiere versteckt

Lebensmittel wie Frischkäse, Chips, Saft, Schokolade oder Brot sind vegetarisch, wenn nicht sogar vegan. Denkt man, denn man erwartet tierische Bestandteile einfach nicht. Dem ist aber nicht so. Verbraucherschützer wie Foodwatch schlagen Alarm. Foto: Foodwatch/az

Viele Nahrungsmittel, von denen man es nicht vermuten würde, enthalten tierische Bestandteile. Das ist ärgerlich – und für immer mehr Menschen ein Problem. Foodwatch zeigt, wo was drin steckt.
München - Wenn Sie denken, dass im Kleingedruckten auf der Chips-Tüte all das drauf steht, was wirklich drin ist, dann haben Sie sich getäuscht. Denn Chips sind nicht nur geröstete Kartoffelscheiben. Vielfach sind es Aromen aus Kälberlab, Schwein, Wild oder Geflügel, die Chips den Geschmack geben.

Das Problem dabei ist: Immer mehr Menschen wollen sich vegetarisch oder vegan ernähren, verzichten aus religiösen oder weltanschaulichen Gründen auf Fleisch und Fisch oder wollen lediglich wissen, was sie essen. Die Hersteller hingegen jubeln den Verbrauchern unverfroren tierische Produkte in Saft, Käse, Brot oder Chips unter. Sie dürfen es sogar, denn es gibt keine Kennzeichnungspflicht.

Möglich macht dies eine Lücke im Lebensmittelgesetz. Es gibt keine verpflichtende Regelung, wie Zutaten, Zusatzstoffe tierischen Ursprungs oder tierische Bestandteile, die in der Produktion genutzt werden, gekennzeichnet werden müssen. Ohne das Wissen der Konsumenten werden ihnen Aromen aus Geflügel oder Kälberlab in Kartoffelchips untergejubelt.
In Bäckereien wird oft Mehl verwendet, zu dem Cystein hinzugefügt wurde. Cystein, hergestellt aus Schweineborsten oder Federn, verhindert, dass Teig an Maschinen kleben bleibt und sorgt dafür, dass Backwaren ihre Form behalten. Jetzt gab der Safthersteller Valensina gegenüber Foodwatch bekannt, dass er für den Multivitaminsaft keine Fischgelatine mehr verwendet.

Damit nämlich wurden dem Saft bisher zusätzliche Vitamine hinzugefügt. Auch wird von jetzt an der Orange-Ananas-Saft nicht mehr mit Schweinsgelatine von Trübstoffen befreit (geklärt). Valensina ist da eine Ausnahme. Denn: Frischkäse von Bresso und Rotkäppchen enthalten Gelatine als Verdickungsmittel und Nestlé gibt seiner Maggi Tomatencremesuppe Speck bei. Immerhin hat der Verbraucher hier anhand der Zutatenliste im Kleingedruckten die Möglichkeit, von den überraschenden Beigaben zu erfahren – wenn er denn genau hinschaut.

Das allerdings bleibt den Verbrauchern bei Lebensmitteln verwehrt, bei denen tierische Stoffe als technische Hilfen eingesetzt werden. Zum Beispiel werden Säfte, Bier oder Wein mithilfe von Gelatine aus Rinder- oder Schweineknochen geklärt. Angegeben werden muss dies nicht. Die Ausnahme ist, wenn dafür Hühnereiweiß verwendet wird. Als Nachweis für eine allergene Zutat muss dies im Kleingedruckten stehen.

Das Beispiel Ritter Sport zeigt, dass nicht all das vegan ist, was vegan sein soll. Denn die milchlosen Sorten Halbbitter, Edelbitter und Marzipan werden im Ritter Sport-Werk auf Maschinen verarbeitet, auf denen auch Milchschokolade verarbeitet wird. Darum macht Ritter Sport in seinem Firmen-Blog die Veganer darauf aufmerksam, dass sich beispielsweise in der Sorte Marzipan Laktosewerte von 0,4 g pro 100g Tafel wiederfinden. Trotzdem empfiehlt die Firma ein paar Zeilen höher Veganern die Sorten Marzipan, Halbbitter und Edelbitter.

Katjes bewarb seine Veggie-Fruchtgummis vor einigen Jahren mit einer großen Werbekampagne mit Model Heidi Klum und der Schauspielerin Alexandra Neldel. Unvergessen dabei die Yoghurt-Gums zwischen ihren Zehen beim Fußnägellackieren. Die aktuelle „I love veggie“-Kampagne „Grünohr-Hase“ verspricht sogar Fruchtgummis ohne tierische Gelatine. Doch ob und wie Katjes bei den „Veggie“-Yoghurt-Gums Verunreinigungen mit Gelatine wirklich ausschließen kann, ist unklar. Auf wiederholte Nachfrage von Foodwatch verweigerte das Unternehmen eine schriftliche Auskunft. Verbraucher müssen also davon ausgehen, dass „veggie“ bei Katjes nicht unbedingt rein vegetarisch bedeuten muss.

Im Sommer 2012 startete Foodwatch eine E-Mail-Aktion, bei der bis heute über 86000 Menschen mitgemacht haben. Die Unterzeichner fordern vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und von den Verbraucherschutzministern der Bundesländer eine Kennzeichnungspflicht für alle versteckten Tierprodukte und Tierbestandteile.
Zuerst reagierte Eckes-Granini mit seinem Saft „Hohes C“ und auch Milram mit seinem Frühlingsquark. Beide änderten ihre Rezepturen und produzieren jetzt tierfrei. Foodwatch zeigt: Wenn sich Verbraucher wehren, können sie was erreichen.

Trotzdem, sagt Oliver Huizinga, Experte für Lebensmittelkennzeichnungen bei Foodwatch, kann es so nicht weitergehen. Hersteller sollen nicht erst von Verbraucherschützern wachgerüttelt werden, ihre Rezepturen zu ändern oder Inhaltsstoffe genauer anzugeben. „Wir fordern ganz klar, dass sich die Gesetzeslage in Deutschland und in der EU ändert. Wo Tier drin ist muss auch Tier drauf stehen“, sagt er. „Nur dann können Verbraucher sich bewusst für oder gegen tierische Produkte entscheiden.“
Foodwatch und der Vegetarierbund Deutschland (Vebu) fordern, die Begriffe „vegetarisch“ und „vegan“ gesetzlich zu definieren. „Dann wäre diese Hürde schon einmal geschafft“, sahttps://www.blogger.com/blogger.g?blogID=3931468210679884295&pli=1#editor/target=post;postID=8642863652619298890;onPublishedMenu=allposts;onClosedMenu=allposts;postNum=0;src=linkgt Huizinga. Im Moment sind die Bezeichnungen nicht geschützt. „Da kann ’vegetarisch’ und ’vegan’ auf den Verpackungen alles oder nichts heißen.“

Huizinga erklärt aber auch, dass es nicht ausreiche, nur die Begriffe „vegetarisch“ und „vegan“ zu definieren. Warum? „Niemand erwartet tierische Bestandteile in Kartoffelchips oder Saft. Gerade da muss deutlich werden, wenn es sich um tierische Produkte handelt. Egal ob sie freiwillig als „vegetarisch“ beworben werden oder nicht.“

Seit Dezember ist Hans-Peter Friedrich (CSU) als Minister für Ernährung zuständig. Von ihm wünschen sich die Aktivisten, dass er Bewegung in die Sache bringt. „Bisher ist noch nicht klar, was Minister Friedrich gegen die alltägliche legale Verbrauchertäuschung tun will“, sagt Huizinga. „Aber auch seine Vorgängerin Ilse Aigner hat de facto keine großen Fortschritte gegen irreführende Produkte gemacht.“

Na, dann wäre es doch ein Schritt in die richtige Richtung, wenn der Ernährungsminister dafür sorgt, dass entweder auf den Chipstüten draufsteht was drin ist – oder sich die Chipshersteller eine tierfreie Rezeptur für ihren Fernseh-Snack ausdenken. Die Verbraucher würd’s freuen.

Weil es Lücken im Lebensmittelrecht gibt, können Herstellern die Verbraucher ganz einfach in die Irre führen. Strafbar machen sie sich dabei nicht.
München -Vier verschiedene Kennzeichnungslücken machen es möglich, Tiere zur Verarbeitung von vermeintlich tierfreien Lebensmitteln einzusetzen:

Aromen tierischen Ursprungs:
„Chipsfrisch“-Produkte enthalten Aromen aus Schwein, Geflügel oder Wild. Diese tierischen Bestandteile in ihren Aromen müssen Hersteller wie Intersnack (funnyfrisch) jedoch nicht auf der Verpackung angeben.

Zusatzstoffe tierischen Ursprungs:
„Orangina rouge“ von Schweppes enthält einen Farbstoff, der aus Scharlach-Schildläusen gewonnen wird. Der Hersteller muss es nicht angeben. Es reicht, wenn der Zusatzstoff als „Echtes Karmin“ oder „E 120d“ gekennzeichnet wird. Gleiches gilt für zahlreiche weitere tierische Zusatzstoffe.

Vitamin-Trägerstoffe tierischen Ursprungs:
In vielen Säften werden Vitamine mithilfe von Fischgelatine hinzugefügt. Das müssen die Hersteller nicht kenntlich machen. In der alten Rezeptur galt bei Valensina die Fischgelatine als Trägerstoff für das künstlich hinzugefügte Provitamin A.

Technische Hilfsstoffe tierischen Ursprungs:
Oft werden Säfte mithilfe von Schweinegelatine von Trübstoffen befreit, also geklärt. Auch das muss nicht kenntlich gemacht werden. Genauso wenig müssen Hersteller von Brot- und Backwaren nicht kenntlich machen, wenn sie tierisches Cystein (meist hergestellt aus Schweineborsten oder Federn) als Mehlbehandlungsmittel benutzen. Damit der Teig geschmeidiger und klebt nicht. Technische Hilfsstoffe sind demnach nicht kennzeichnungspflichtig.
http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.tiere-in-chips-brot-und-saft-in-diesen-lebensmitteln-sind-tiere-versteckt.79d3ee34-eb4a-43f3-9da4-cad3a781ea3e.html
 Die aktuelle „I love veggie“-Kampagne „Grünohr-Hase“ verspricht sogar Fruchtgummis ohne tierische Gelatine. Doch ob und wie Katjes bei den „Veggie“-Yoghurt-Gums Verunreinigungen mit Gelatine wirklich ausschließen kann, ist unklar. Auf wiederholte Nachfrage von Foodwatch verweigerte das Unternehmen eine schriftliche Auskunft. Verbraucher müssen also davon ausgehen, dass „veggie“ bei Katjes nicht unbedingt rein vegetarisch bedeuten muss.

 

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